Prüfen und vorbereiten
Rohrzustand bewerten, Durchfluss regeln, reinigen und per CCTV untersuchen. Hindernisse vor dem Einbau entfernen.
Zustand · Geometrie · Zugang
TECHNOLOGIE / UV-CIPP
Glasfaserliner. Kontrollierte UV-Aushärtung.
Unabhängige Begleitung in jeder Phase.
UV-CIPP erzeugt ein glasfaserverstärktes Kunststoffrohr im bestehenden Rohr. Es handelt sich um einen statisch tragenden Liner, nicht um eine Oberflächenbeschichtung.
Zuerst wird das Altrohr bewertet. Linerauswahl, Wanddicke, Harz und Aushärtung richten sich nach der Projektbemessung und den Herstellervorgaben. Freispiegelkanäle sind häufig über bestehende Schächte zugänglich; Druckleitungen können Baugruben erfordern.

VON DER VORBEREITUNG BIS ZUR ÜBERGABE
Rohrzustand bewerten, Durchfluss regeln, reinigen und per CCTV untersuchen. Hindernisse vor dem Einbau entfernen.
Zustand · Geometrie · ZugangDer einbaufertige, harzimprägnierte Liner wird mit dem vorgesehenen Schutz und überwachter Zugkraft eingezogen.
Lineridentität · Handhabung · ZugkraftEndpacker und kontrollierter Luftdruck bringen den Liner an die Altrohrwand.
Druckstufen · LinerpositionDer Lichtzug durchfährt den Liner mit vorgegebener Geschwindigkeit. Die Prozessdaten werden aufgezeichnet.
Geschwindigkeit · Temperatur · Druck · LampenstatusBeim Freispiegelliner die temporäre Innenfolie entfernen, Enden bearbeiten, Anschlüsse öffnen und Verbindungen abdichten.
Endbearbeitung · Verbindungen · AnschlüsseVereinbarte CCTV-, Dichtheits- und Laborprüfungen durchführen. Die Einbaudokumentation zusammenstellen.
Befahrung · Prüfungen · Proben · DokumentationAblaufübersicht zum Verständnis der Arbeiten. Für die Ausführung gelten systemspezifische Verfahrensanweisung, Bemessung und Einbauhandbuch. Der Überwachungsumfang von IDS wird gesondert vereinbart.
Ein vereinfachter Schnitt zeigt den tragenden Liner getrennt vom Altrohr und anschließend im eingebauten Zustand. Ein UV-Lichtzug durchfährt das ausgekleidete Rohr; die fertige Auskleidung bleibt zur Prüfung zurück. Die sechs Schritte oben beschreiben den vollständigen Baustellenablauf.
FREISPIEGELLINER / AUFBAU
SCHEMA / NICHT MASSSTABSGERECHT
Schutz- und Sperrfolien auf der Altrohrseite.
Harzimprägnierte ECR-Glasfasern bilden das tragende Laminat.
Die definierte innere Oberflächenschicht ist auf das Linersystem abgestimmt.
Beim gezeigten Freispiegelsystem wird die Innenfolie nach der Aushärtung entfernt.
Druckliner haben einen anderen Aufbau, einschließlich einer dauerhaften Innenbeschichtung. Diese ist von der entfernbaren Innenfolie des Freispiegelliners zu unterscheiden.
PASSEND ZUR ANWENDUNG
| System | Anwendung | Bereich | Auswahlkontext |
|---|---|---|---|
| Alphaliner 500G | Freispiegelkanäle | DN 150–1200 | Für kleine und mittlere Freispiegelleitungen. |
| Alphaliner 1800H | Freispiegelkanäle und Durchlässe | DN 150–2000 | Für höhere statische Anforderungen und größere Profile. |
| Alphaliner PN | Druckleitungen | DN 200–800 | Bis PN 25, abhängig von Durchmesser und Bemessung. Marktbezogene Verfügbarkeit. |
| AQUA.UV® CIPP | Trinkwasserleitungen | Projektbezogen | Eigenständiges Trinkwassersystem. Durchmesser, Druck, Zulassungen und örtliche Verfügbarkeit bestätigen lassen. |
Produktbereiche dienen der Orientierung, nicht als Projektspezifikation. Wanddicke, Aushärtungsgrenzen, Einbaulänge und zugelassene Konfiguration erfordern eine aktuelle Herstellerbestätigung.
VOR DER LINERBESTELLUNG
Bei 500G und 1800H sind Altrohrzustand, Grundwasser, Boden- und Verkehrslasten, Profil und erforderlicher Durchfluss zu prüfen. Ein steiferes Laminat kann eine dünnere Bemessung ermöglichen; die Wanddicke muss zugleich im freigegebenen Aushärtungsbereich liegen.
Alphaliner PN nutzt verstärkte Glasfasern und eine dauerhaft verbundene innere Sperrschicht. Betriebsdruck, Lastwechsel, Unterdruck, Bögen, Endverbindungen und Baugruben prüfen. Das Einbauverfahren eines Freispiegelliners lässt sich nicht unverändert übernehmen.
AQUA.UV ist ein spezieller Trinkwasserliner. Örtliche Akzeptanz, genaue Produktlistung, Harz, Endverbindungen, Reinigung und Inbetriebnahme prüfen. Verfügbaren Durchmesser und Druck beim Hersteller bestätigen lassen.
Harz nach Medium, Temperatur und chemischer Beanspruchung auswählen. Jeden vermessenen Abschnitt mit Liner, Wanddicke, Handhabungsgrenzen, Kabelkonfiguration und aktuellen Einbauvorgaben abgleichen.
UV-AUSHÄRTUNG / RELINE-ANLAGEN

Kompakte Konfiguration
Einstiegsplattform für kleinere und mittlere Durchmesser mit passenden Lichtquellen und Packern.

Mobile Aushärtungsanlage
Kabeltrommel und Steuerung mit Lichtketten passend zu Liner, Durchmesser und Aushärtungsanforderungen.

Für größere Durchmesser
Fahrzeuginstallierte Plattform für anspruchsvolle Linerkonfigurationen und größere Durchmesser.
ANLAGEN / PLANUNGSHILFE
DN 150–600
Lichtkette; ein geeigneter Schachtkern erweitert den Bereich bis DN 1000. Kabel bis 150 m.
DN 150–1200
Übliche kommunale Konfiguration. Kabelausführung und Lichtquelle beeinflussen Durchmesser und aushärtbare Wanddicke.
DN 150–2000
Mehrere Lichtquellenkonfigurationen. Professional-Ausführung mit 350 m Aushärtekabel; Power Cube für DN 1400–2000.
Durchmesserbereiche dienen der Orientierung und hängen von der Konfiguration ab. Vor der Mobilisierung Lichtquelle, Packer, Radsätze, Aushärtungsgrenzen, nutzbare Kabellänge, Stromversorgung und Umgebungstemperaturen bestätigen. Kabellänge und freigegebene Einbaulänge sind nicht gleichzusetzen.
Planungsbereiche nach dem RELINE-Technikbrief vom Oktober 2026; die aktuelle Konfiguration beim Hersteller bestätigen.
GOLF & NORDAFRIKA / BAUSTELLENPLANUNG
Wärme, Logistik und laufender Netzbetrieb prägen die Einbauplanung. Diese Fragen sollten vor Anlieferung und Mobilisierung geklärt sein.
Temperaturgeführten Transport und überwachte Lagerung planen. Den Liner lichtgeschützt halten und die Restlagerfähigkeit mit Lieferung und Einbau abstimmen. Grenzen für den tatsächlichen Liner und das Harz bestätigen; Sonderrezepturen können andere Vorgaben haben.
Beschattung, geeignete Anlagenkühlung und praktikable Arbeitszeiten vorsehen. Umgebungsgrenzen und Generatorleistung bestätigen. Spannung und Frequenz ausdrücklich abgleichen, auch bei Projekten mit 60-Hz-Versorgung.
Temperatur und Chemie des Mediums vor der Harzauswahl erfassen. Grundwasser, Infiltration, Außenschutz und möglichen Prelinerbedarf bewerten. Aktive Infiltration gemäß freigegebenem Verfahren abdichten.
Bypass, Baugruben oder Schachtzugang, Hebevorgänge und Linerhandhabung planen. Arbeitsfenster an Straßen, Bahnstrecken, Häfen oder Industrieanlagen mit dem Betreiber abstimmen.
Bemessungsgrundlage, Freigabeweg, Prüfplan und Laboranforderungen früh klären. Herstellerzulassung, Auftragnehmerqualifikation und Projektabnahme sind getrennte Prüfungen und ersetzen einander nicht.
Nach geprüften Maßen und bestätigten Terminen bestellen. Fertigung, Fracht, Zoll, Lagerung, Fachpersonal und Prüfzeiten einplanen. Vor Festlegung des Einbaufensters den Ausweichplan prüfen.
ZULASSUNGEN / PRÜFUNGEN / RÜCKVERFOLGBARKEIT
RELINE nennt DIBt und WRc als Zulassungen für seine Freispiegelliner. Das aktuelle Dokument auf Produkt, Harz, Profil, Durchmesser und Einbaubedingungen prüfen und mit der Projektspezifikation abgleichen.
RELINE beschreibt Alphaliner PN nach ISO 11297-4, Klasse A. Für Trinkwasser sind die jeweilige Produktlistung und örtliche Akzeptanz erforderlich; eine Freispiegelzulassung darf nicht auf Druck- oder Trinkwasserarbeiten übertragen werden.
Der RELINE-Technikbrief vom Oktober 2026 beschreibt 50-Jahres-Langzeitkennwerte auf Grundlage von Kriechprüfungen. Das ist eine statische Bemessungsgrundlage unter definierten Annahmen, keine pauschale 50-jährige Produkt- oder Einbaugarantie.
Prüfprogramm vor Arbeitsbeginn vereinbaren: Lineridentifikation, Aushärtungsprotokoll, CCTV, passende Dichtheits- oder Druckprüfung und Laborergebnisse der vorgeschriebenen Proben. Abnahmeentscheidungen dokumentieren und Abweichungen gemäß Vertrag abschließen.
Herstellernachweise betreffen das benannte Produkt und den angegebenen Umfang. Sie stellen keine IDS-Zertifizierung dar. Aktuelle Zertifikate und projektbezogene Bestätigungen beim verantwortlichen Lieferanten anfordern.
ERNEUERUNG / PRAKTISCHE ABWÄGUNG
| Aspekt | Offener Ersatz | UV-CIPP-Sanierung |
|---|---|---|
| Zugang | Aufgrabung entlang der Trasse; Wiederherstellung abhängig vom Standort. | Freispiegelliner können bestehende Schächte nutzen. Druckarbeiten können weiterhin Baugruben erfordern. |
| Ressourcen | Aushub, neues Rohr und Oberflächenwiederherstellung gehören zum Arbeitsumfang. | Die Trasse wird weitergenutzt; Linerherstellung, Transport, Vorbereitung und Aushärtung mitbewerten. |
| Betrieb | Straßensperrungen, Leitungsschnittstellen und Bauablauf planen. | Wasserhaltung, Arbeitsflächen, Einbaufenster und Prüfungen planen; bei geeigneter Anwendung sinkt die Beeinträchtigung. |
| Auswahl | Bei Anforderungen an Trasse, Kapazität oder Rohrzustand kann Ersatz erforderlich sein. | Eignung hängt von Untersuchung, Bemessung, Hydraulik und Zugang ab. |
Umweltwirkungen für gleiche Länge, Durchmesser, Funktion und Bilanzgrenze vergleichen. Eine Projektbilanz sollte Materialien, Transport, Baustellenenergie und Wiederherstellung einbeziehen; eine Herstellerstudie sagt nicht jedes Projektergebnis voraus.
IDS / UNABHÄNGIGE BEGLEITUNG
Unsere technische Begleitung verbindet die vereinbarten Anforderungen mit der Einbaudokumentation. Der Umfang wird für jeden Auftrag festgelegt.
Zustandsaufnahme, gemessene Abmessungen, vorgesehenes System, Eingangskontrolle und Prüfplan.
Nachweise zu Zugkraft, Aufstelldruck, Geschwindigkeit, Temperatur und Lampenstatus; offene Punkte nachverfolgen.
CCTV, vereinbarte Dichtheitsprüfungen, Laborergebnisse und ein strukturierter technischer Bericht.
BESSERE INFRASTRUKTUR BEGINNT MIT EINEM GESPRÄCH.